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Vereinsfahrt 2000    oben

Jahresfahrt der Musikfreunde Roisdorf vom 8.-10. Juli 2000
3 Tage, 2 Nächte und jede Menge Spaß

Die Idee zu dieser Fahrt entstand bereits 1998 beim 75-jährigen Jubiläum der Musikfreunde Roisdorf, als der dazu angereiste Musikverein Horgenzell die Gegeneinladung zu seiner 100-Jahr-Feier im damals noch fernen Jahr 2000 aussprach. Auch wenn die Roisdorfer sofort zusagten, glaubten die Freunde vom Bodensee nicht so recht daran.
Aber als die beiden Busse der Roisdorfer Musikfreunde und Schützen in Horgenzell einrollten, waren alle Zweifel beseitigt. Im großen Festzelt, in dem besonders die riesige Lyra mit der 100 aus gelben und roten Blüten ins Auge fiel, wurden die Roisdorfer dann mit einem Ständchen, Brötchen und Bier begrüßt.

Vor dieser herzlichen Widersehensfeier machten die Musikfreunde noch einen Abstecher auf die Insel Reichenau und in die historische Altstadt von Meersburg. Bereits dort ertönte Blasmusik anlässlich des Winzerfests, und schnell wurde mit den Kapellen Internet-Adressen ausgetauscht...

Der Abend im Festzelt stand ganz im Zeichen der Blasmusik. Den Anfang machte Peter Schad mit seinen Oberschwäbischen Dorfmusikanten. Ihnen folgte die Blaskapelle Makos aus dem Burgenland. Beim Blick auf die Bühne hätte man zwar glauben können, hier säßen die Musikfreunde während einer Grippewelle, aber schon wenige Takte genügten, um das voll besetzte Zelt in Stimmung zu bringen. Die Profis begeisterten derart, dass der ein oder andere Roisdorfer zu vorgerückter Stunde sein Instrument zum Kauf angeboten haben soll....

Höhepunkte des Sonntags waren der Gesamtchor der Musikkapellen und der Festumzug. Über 1000 Musiker aus 30 Kapellen waren zusammengekommen, um dem Jubiläumsverein ein Ständchen zu bringen. Schon der Anblick dieses riesigen Orchesters in den verschiedenen farbenfrohen Uniformen und Trachten war ein Erlebnis. Als dann „Musica Gloriosa“ und zwei regionale Märsche erschallten, hat sicher so mancher Zuhörer eine Gänsehaut bekommen.

Danach ging es zum Start des Festzuges, der mit seinen 64 Zugnummern so manchem rheinischen Karnevalszug hätte Konkurrenz machen können. Die örtlichen Vereine hatten phantasievolle Festwagen und Kostüme vorbereitet. Dazu gesellten sich alle Musikkapellen aus dem Kreis Ravensburg und die beiden mit dem Jubelverein und auch untereinander befreundeten Kapellen aus Mühlenbach im Schwarzwald und Roisdorf.
Für das leibliche Wohl war auch während des Festzuges gesorgt: auf den Wagen wurden Most und Wein frisch hergestellt und direkt an die Zuschauer verteilt. Mangels Schnee hatte die Skischule kurzerhand den Sessellift auf einen Wagen verlegt, Rollen unter Schlitten und Skier montiert, um durch die Straßen ziehen zu können. Mit dabei waren auch eine historische Hochzeitsgesellschaft samt Aussteuergut, bäuerliche Arbeitsgeräte und Fahrräder aus alten Zeiten. Als Kontrast dazu gaben die Sportvereine Einblicke in ihre aktuellen Aktivitäten.

Nachdem sich die Musikfreunde Roisdorf am Nachmittag im Festzelt zunächst wie gewohnt musikalisch betätigen durften, wechselten einige von ihnen am Abend das Metier. Zum Tauziehen waren erstmals eine Damen- und eine Herrenmannschaft gemeldet. Da das „gewichtigste“ Mitglied der Musikfreunde leider nicht dabei war, wurden die Herren relativ schnell vom Lauftreff Horgenzell über die Mittellinie gezogen. Damit waren alle Ressourcen frei, um den Damen Unterstützung zu bieten. Schnell fanden sich ein Manager, ein Coach und ein Co-Trainer, um eine maßgeschneiderte Taktik auszuarbeiten. So wurden sogar die Schuhsohlen für mehr Standfestigkeit mit klebriger Cola präpariert....
Nach einem anfänglichen Ruck in die falsche Richtung wehrten sich die Damen kräftig, mussten sich dann jedoch den späteren Siegerinnen des Turniers beugen. Aus eingeweihten Kreisen verlautete später, dass der Trainer sofort entlassen wurde, der Manager dennoch 80 % des Trostpreises verlangte und dass ab sofort in den Pausen der Probe Tauziehen geübt wird.....

Wer zwischendurch mal den Weg in den Probenraum des Musikvereins Horgenzell fand, konnte dort eine liebevoll zusammengestellte Ausstellung über die Geschichte des Vereins und der Musik bewundern. Natürlich wurden dort auch die Musikfreunde Roisdorf namentlich und das Kaiserpaar Rech bildlich erwähnt.

Nach einer weiteren kurzen Nacht machten die Musikfreunde vor Antritt der Heimreise noch einen Abstecher in die Schweiz nach Stein am Rhein und zum Rheinfall von Schaffhausen. Und wer erwartet hätte, dass sich der Bus auf der Rückfahrt in einen Schlafwagen verwandeln würde, hatte sich wieder mal getäuscht. Die Musikfreunde sind halt nicht klein zu kriegen. Und Schumi hatte recht, als er sagte, dass man ganz einfach mitfahren muss, um nicht immer wieder einen Stich ins Herz zu bekommen, wenn die anderen von der Tour erzählen, oder?


Oktoberfest 2000   oben

Das Oktoberfest der Musikfreunde war wieder einmal ein voller Erfolg. Auch auf dem neuen Gelände am Gartenland konnten die Musikfreunde  ihr Oktoberfest erfolgreich gestallten. Gefeiert wurde am Samstag den 14.10 bis in die frühen Morgenstunden. Die Musikfreunde und die Gastkapelle aus Neuburg an der Donau, unterstützt von den Happy Tornados, sorgten für eine hervorragende musikalische Stimmung im Festzelt. Die Jugend vergnügte sich derweil im Discozelt. 

Trotz der langen Nacht wurde am nächsten Sonntag das weitere Programm pünktlich gestartet. Es begann mit einer Festmesse im Zelt, welche musikalisch durch die Musikfreunde begleitet wurde. Anschließend spielten die Stadtkapelle Neuburg und die Bocketaler aus Brochterbeck zum musikalischen Frühschoppen auf. Auch hier fanden sie Unterstützung durch die Happy Tornados. Die Musikfreunde sind stolz solche hervorragende Kapellen zu ihrem Freundeskreis zählen zu können. Vor allem die Bocketaler Musikkanten bestanden ihren ersten Oktoberfestauftritt mit Bravur. 

Ein musikalischer Legerbissen stand dem Publikum dann noch am Nachmittag bevor. Wie schon im vergangenen Jahr sorgte das Jugendorchester Vorgebirge unter der Leitung von Josef Schmidt und Michael Schumacher für einen gelungen Vortrag im Festzelt. Das Publikum. war begeistert.

Jahreskonzert 2001 oben

Den musikalischen Höhepunkt der Musikfreunde Roisdorf e.V. stellt alljährlich das Konzert dar.

2001 lautete das Motto: Zirkus. 

Nach den Sommerferien starteten die Proben. Nicht nur, wie üblich freitags abends, sondern auch noch zusätzlich am sonntag Morgen verlangte Michael Schumacher vollen Probeneinsatz. Abgerundet wurden die Gesamtorchesterproben mit einzelnen Registerproben in der Woche. Den Höhepunkt dieser Arbeit stellte dann das Probenwochenende dar. (Soviel „Probe“ in einem Absatz zeigt, wie viel Arbeit ein Konzert ist!)

Probenwochenende:  oben

Das heißt für die Musikfreunde Roisdorf Proben am Stück. Lediglich zum Essen und Schlafen gibt es Pausen. An diesem Wochenende wurde effektiv 16 Stunden lang am Konzertprogramm gearbeitet. Es blieb keine Zeit um die schöne Moselumgebung rund um das Hotel kennen zu lernen. Doch die ganze Arbeit und „Schinderei“ hat sich ausgezahlt. Denn am 2. Dezember 2001 hieß es dann:

Tusch und Manege frei für die Musikfreunde Roisdorf

Das Vorprogramm wurde vom Zirkus Adel Lombaggine, dem Schulzirkus des Gymnasiums St. Adelheid in Bonn-Pützchen gestaltet. Akrobaten, Jongleure, Zauberer, eine Fakirin, Einrad- und Hochradakrobaten sowie Stelzenläufer stimmten das Publikum ein.

Und dann begannen die Musiker mit dem „Einzug der Gladiatoren“, dem Zirkusstück, bekannt aus dem Fernsehen. Florian Kremer spielte die Strohfidel als Solist bei „Zirkus Renz“. Der Zirkusdirektor wurde im „Manegenzauber“ durch die Posaune von Reinhard Fandrich dargestellt. Und mit „Oh mein Papa“ ließ Michael Schumacher Erinnerungen an  alte Zeiten wach werden. Mit dem „Abschied der Gladiatoren“ wurde die erste „Halbzeit“ beendet.

Nach der Pause folgte ein buntes Programm. Angefangen mit dem „Florentinermarsch“ über eine Melodienfolge von „Verdi“ bis zu dem Ohrwurm „The lion sleeps tonight“. Mit dem Stück „Udo Jürgens Live“, dass vom Schwierigkeitsgrad der sog. Oberstufe zuzuordnen ist, gelang den Musikfreunden eine kleine Meisterleistung. Beim „Happy Cyclist“ spielten Andreas Rech und Michael Melchior die Solo-Fahrradklingeln. Und mit Winterwunderland wurden die Gäste auf das nahende Weihnachtsfest eingestimmt. Den Abschluss machte dann Johann Strauß`s bekannter Marsch „Unter Donner und Blitz“.

Tosender Applaus verlangte den Musikfreunden 2 Zugaben ab. Und wie alle langjährigen Konzerbesucher wissen, ist das letzte Stück immer „Withe Christmas“, was traditionell folgte.

Mit einem gemütlichen Abend in der Vereinsgaststätte „Am Centralmarkt“ ließen die Musiker und deren Freunde den Tag dann ausklingen.

Haben Sie jetzt Lust auf das nächste Konzert bekommen? Es dauert nicht mehr lange! Am 2. Adventssonntag, dem 8. Dezember 2002 spielen die Musikfreuende zum „Tanz“ auf.